Kindertagesstätte

Neues zur Notbetreuung

Stand 27. Juni 2020

Liebe Eltern,

wir haben gestern kurzfristig mit den Elternvertreter*innen zusammengesessen, um miteinander über die momentane Situation in unserer Kita zu sprechen. Dabei war es uns wichtig zu hören, wo angesichts der derzeitigen Situation die Fragen und Sorgen der Eltern und Familien liegen. Zugleich wollten wir die Elternvertreter*innen über die derzeitige Situation in der Kita informieren.

Leider werden wir ab der kommenden Woche die Kinder, die seit dem 22.6. wieder die Kita besuchen, auch weiterhin nur bis 12 Uhr betreuen können. Ursprünglich hatten wir geplant und Ihnen zugesagt, dass die Betreuung ab dem 29.6. bis 14.00 Uhr ausgeweitet werden kann. Jetzt müssen wir diese Zusage leider zurücknehmen.  Wenn es Ihnen unter keinen Umständen möglich sein sollte, Ihr Kind am Montag bereits um 12 Uhr abzuholen, kann es an diesem und ggfs. auch noch am kommen Tag länger bleiben. Wo dies unter keinen Umständen möglich ist, melden Sie sich gerne! Dann versuchen wir, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Wir bitten auch alle anderen Eltern dringend, noch einmal zu schauen, ob die Betreuungszeit für Ihr Kind/ Ihre Kinder ggfs. verkürzt werden oder ihr Kind sogar an einem Tag in der Woche zuhause bleiben kann! Es wäre eine große Hilfe!

Wir sind uns bewusst, dass diese Nachricht sehr kurzfristig und für manche vielleicht überraschend  kommt und es für einige von Ihnen schwer sein wird, sich darauf einzurichten.

Der Grund für unsere Entscheidung liegt in der derzeitigen personellen Situation und den Rahmenbedingungen, unter denen der Kita-Alltag aufgrund der geltenden Verordnung gestaltet werden muss. 

Zurzeit fallen sechs Mitarbeiter*innen aus unterschiedlichen Gründen aus oder können nicht in den Gruppen eingesetzt werden. Da die Personalsituation schon lange angespannt ist und sich durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärft hat, sind unsere Vertretungskräfte bereits seit Monaten fest in einer Gruppe eingesetzt; die übrigen Mitarbeiter*innen arbeiten seit Langem und z.T. deutlich über ihr eigentliches Stundensoll. Es gibt laut dem Kultusministerium die Möglichkeit, in Notsituationen auf die Unterstützung von Eltern zurückzugreifen. Auch einige von Ihnen haben auf unsere Anfrage hin ihre Hilfe angeboten. Dafür sind wir sehr dankbar! Doch bis heute sind leider die rechtlichen Fragen bezüglich des Einsatzes von Eltern im Kita-Betrieb ungeklärt. Aus diesem Grund halten wir es derzeit nicht für verantwortbar, hierauf zurückzugreifen.

Darüber hinaus gelten im Kita-Alltag besondere rechtliche Rahmenbedingungen, die sich mit den verschiedenen Lockerungsstufen immer wieder verändert haben und doch nach wie vor weit von dem entfernt sind, was bis zu Beginn des Lockdowns galt. Zum Teil sind diese Rahmenbedingungen deutlich strenger als die Vorgaben, die mittlerweile in anderen Lebensbereichen, wie z.B. im öffentlichen Raum, gelten. Dies ist nicht immer nachvollziehbar und dennoch müssen wir uns selbstverständlich an die rechtlichen Vorgaben halten.

So dürfen beispielsweise die Gruppen nicht durchmischt werden. Darüber hinaus ist ein strenger Hygienerahmenplan einzuhalten. Dies hat konkrete Auswirkung auf den Tagesablauf in unserer Kita:

Die Kinder dürfen nur in ihrer Stammgruppe spielen, können keine Klammer nutzen oder auch nur mit der gesamten Gruppe nach draußen, in den für sie abgetrennten Bereich gehen. Dies ist im täglichen Ablauf eine Herausforderung für die Kinder und Mitarbeiter*innen.

Entsprechend den Hygieneauflagen müssen die Erzieher*innen z.B. täglich alle Handtücher waschen, mehrmals am Tag das Spielzeug, Oberflächen und Toiletten reinigen oder auch mit allen Kindern regelmäßig Händewaschen. Gerade auch beim Essen sind besondere Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. All dies leisten unsere Mitarbeiter*innen neben der Arbeit mit den Kindern. Dabei erleben sie immer wieder, dass es trotz allen Bemühens von Kindern und Mitarbeiter*innen nicht immer möglich ist, die Richtlinien im Kita-Alltag umzusetzen. Dies bedeutet eine hohe psychische Belastung für die Mitarbeiter*innen.

Unter den derzeitigen Bedingungen gestalten die Erzieher*innen mit großem Engagement den Kita-Alltag für alle so gut und „normal“ wie möglich und freuen sich, dass mittlerweile fast alle Kinder wieder in die Kita kommen, denn seit Anfang dieser Woche gilt in der Kita der sog. eingeschränkte Regelbetrieb. Das bedeutet, dass formal die Kita weiterhin geschlossen ist und kein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz besteht. Dennoch soll allen Kindern vor den Sommerfreien die Möglichkeit gegeben werden, die Kita zu besuchen – soweit es die jeweiligen personellen und räumlichen Gegebenheiten zulassen.

Aus pädagogischen Gründen haben wir uns entschieden, die Öffnung so zu gestalten, dass die Kinder nicht nur tageweise, sondern möglichst oft und regelmäßig in die Kita kommen können. Dafür nehmen wir in Kauf, dass die Betreuungszeit eingeschränkt ist.

Dennoch ist mit der weiteren Öffnung zu Beginn dieser Woche deutlich geworden, dass die Belastungsgrenze für die Mitarbeite*innen erreicht und z.T. überschritten ist. Die Erfahrung dieser Woche hat gezeigt, dass die weitere, ursprünglich geplante Ausweitung der Betreuungszeit für alle Kinder unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht leistbar und verantwortbar ist.

Wir sind uns bewusst, welche Belastung unsere Entscheidung möglicherweise auch für die Familien bedeutet. Dennoch haben wir in Absprache mit den Elternvertreter*innen und Erzieher*innen diese Entscheidung getroffen aus Fürsorge für unsere Mitarbeiter*innen und damit letztlich auch für Sie und Ihre Kinder. Denn wenn wir jetzt nicht handeln, müssen wir möglicherweise am Ende noch stärkere Einschränkungen, wie das Schließen einer Gruppe, vornehmen. Das ist aus unserer Sicht weder im Interesse unserer Einrichtung noch der Familien.

Wir wissen, dass viele von Ihnen auch mit Sorge auf die Zeit nach den Sommerferien schauen und fragen, wie es dann weitergehen wird. Wir teilen diese Sorge, denn leider gibt es von Seiten des Kultusministeriums noch keinerlei Auskunft, sodass auch wir nicht wissen, wie die Situation ab dem 01.08. aussehen wird. Selbstverständlich geben wir Ihnen Bescheid, sobald wir diesbezüglich mehr erfahren!

Gerne bieten wir auch einen oder mehrere Info-Elternabende an. Bitte geben Sie den Elternvertreter*innen Ihrer Gruppe Bescheid, wenn Sie einen Elternabend wünschen. Dann werden wir uns bemühen, diesen möglichst zeitnah zu organisieren.

Auch wenn Sie direkt Fragen oder Anmerkungen haben, können Sie sich gerne telefonisch melden bei Pastorin Anke Garhammer-Paul, Tel. 05121/43972. Bitte sprechen Sie mir auf den Anrufbeantworter, falls ich gerade persönlich nicht zu erreichen bin. Ich rufe dann sobald wie möglich zurück.

Auch Anna Janßen steht als Elternvertreterin für Rückfragen zur Verfügung, Tel. 05121/2086170.

Wir sind Ihnen, Ihren Kindern und unseren Mitarbeiter*innen sehr dankbar für allen Einsatz, den Sie in diesen Wochen und Monaten leisten! Wir hoffen, dass wir mit dem gemeinsamen Engagement aller so gut wie möglich miteinander durch diese herausfordernde Zeit kommen, und bitten Sie um Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis!

Mit herzlichen Grüßen,

Anke Garhammer-Paul, Renate Schick und Michael Heinrichs

 

Kita-Leitung

Andrea Köhler
Andrea Köhler
Ulmenweg 11
31139 Hildesheim
Tel.: 05121 42269
Fax: 05121 2899278

Erlass vom Niedersächsischen Kultusministerium zu COVID-19

-Hier finden Sie den Erlass-

Jubiläumsjahr 2020

60 Jahre Markus-Kindertagesstätte