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Markusstiftung feiert fünften Geburtstag

Standard-Kommentar

Wer am Nachmittag des 26. April in den Kirchenraum trat, den empfingen leuchtende Blumen und verlockende Torten. Aber bevor das Buffet eröffnet wurde, gab es einiges zu kauen für Seele und Geist.

Superintendent Helmut Aßmann als Festredner war gebeten worden, in der Bibel nach dem Thema „Geld“ zu suchen. Schon bei Abraham war er fündig geworden. Dieser Urvater des Glaubens ging mit Gott ins Ungewisse - und gewann Reichtum. Er sah darin Gottes Segen.

Und Jesus? Er und seine wandernden Jünger wurden von „Sponsoren“ unterstützt, laut Aßmann waren es vor allem begüterte Frauen. - Jesus sieht aber auch die  Gefahren des Besitzes. „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon ( Gott des Geldes)“, sagt er. Das sprichwörtlich gewordene „Nadelöhr“ zeigt ebenfalls: Besitz ist ein „religiöses Handicap“.

Paulus wird dann der erste „Fundraiser“. Per Brief versendet er die Bitte an die christlichen Gemeinden, zu spenden für die notleidenden Brüder und Schwestern in Jerusalem. „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“, schreibt er. Von Geld-Verachtung keine Spur.

 

Standard-Kommentar

Aßmann folgerte: Geld hat keine Seele, kann aber viel bewirken. Jesus selbst in seiner Hingabe macht deutlich: Wer sinnvoll gibt, Gott zum Lob und den Menschen zur Hilfe - der bekommt Lebenserfüllung zurück.

Stiftungsvorsitzender Dr. Eberhard Röttger warf einen Blick auf das vergangene Jahr. Über 70.000 Euro betreut die Stiftung nun.  Da aber Stiftungen (neben den direkten Spenden) nur Zinsen ausgeben können, sei das noch viel zu wenig, um die Zukunft der „Markusschwester“ zu sichern.

Dann gab es für die Zustifter des letzten Jahres je eine Rose und eine Urkunde. Zustiften lohnt sich. Denn erneut gibt die Landeskirche für drei gestiftete Euro einen vierten dazu.


 

Standard-Kommentar

Auch Pastorin Anke Garhammer-Paul verteilte zunächst Blumen in Form von lobenden Worten für die Markusschwester, deren hilfreiche Spuren sie immer wieder entdeckt habe. Auch den Vorstand lobte sie für seine unermüdliche und ideenreiche Arbeit. Dazu gab es ebenfalls eine Rose für die Gelobten. - Aber die Pastorin sagte es offen: Die weitere Finanzierung des Projekts „Markusschwester“ ist noch ganz ungeklärt. Der Kirchenvorstand bleibt dennoch am Ball.

Diese Transparenz war schmerzlich, ließ aber zusammenrücken. Und die Kirchenband trug mit ihren heiteren Klängen dazu bei, dass die Stimmung freundlich blieb. Nur den Torten war es am Ende an den Kragen gegangen.

Albrecht Westphal

Fotos: Torsten Ilsemann


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